Impfpflicht – eine Wiederholung der deutschen Geschichte!

Impfpflicht – eine Wiederholung der deutschen Geschichte!

Geschichte wiederholt sich!!!

Impfgegner organisieren sich

Erste Impfgegner-Organisationen wurden 1869 in Leipzig und Stuttgart gegründet, 1874 etablierte sich in Hamburg ein Anti-Impfverein. Schon 1872 erreichten erste impfskeptische Petitionen den Reichstag. In ihnen wurde argumentiert, dass es „an einem, von der medizinischen Wissenschaft gelieferten philosophischen Nachweise“ fehle, ob einem „Eiterprodukt“ bzw. einer „thierische[n] Krankheit“, die in den menschlichen Körper gebracht werde, „eine Heilkraft zugeschrieben werden könne“. Der Abgeordnete August Reichensperger von der Zentrumspartei verwies auf die Gefahr „nämlich, dass, wenn die eine Krankheit vielleicht ferngehalten wird, dafür eine andere schlimmere Krankheit ihren Einzug in das betreffende Individuum hält“.

1874 Reichsgesetzblatt Impfgesetz
Reichsgesetzblatt mit dem Impfgesetz
Bildrechte: Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Trotzdem trat das Reichsimpfgesetz in Kraft, welches Impfungen zur Pflicht erklärt. Wer seine Kinder nicht impfen lässt, wird mit einer Geldstrafe belegt oder muss ins Gefängnis. Besonders in den sozial schwachen Kreisen, die eher von Krankheiten bedroht sind, gibt es Zuspruch, aber auch Kritik, so Malte Thießen, der 2019 das Buch „Immunisierte Gesellschaft. Impfen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert“ geschrieben hat.

 

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