16. Oktober 2021

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Lieferprobleme: Sind die Regale bald leer?

Immer mehr Einzelhändler klagen über Lieferprobleme. Besonders betroffen: Fahrräder, Baumärkte, Möbel. Zuletzt kündigte auch Apple Produktionskürzungen an. Die Knappheit könnte zu krassen Preissteigerungen führen.

Im Einzelhandel kann gegenwärtig nicht jede Bestellung erfüllt werden. 74 Prozent der Einzelhändler klagten im September über entsprechende Probleme. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. „Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch hier angekommen“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden.“

Im Fahrradeinzelhandel berichteten 100 Prozent aller befragten Unternehmen von Problemen bei ihren Bestellungen. „Gegenwärtig ist Sand im Getriebe der weltweiten Logistik. Zudem sind Frachtraten in der Schifffahrt deutlich erhöht worden“, sagt Wohlrabe. Bei den Baumärkten (99 Prozent) und Möbelhäusern zeigen sich die Nachwirkungen der Holzpreisrally im ersten Halbjahr. Durch die Knappheit bei Chips und Halbleitern führt bei Händlern mit elektronischen Produkten aller Art dazu, dass nicht jedes Produkt sofort verfügbar ist. Das melden 97 Prozent der Einzelhändler von Unterhaltungselektronik. Im Kfz-Handel (88 Prozent) zeigen sich die Lieferprobleme insbesondere bei Elektroautos.

Als Konsequenz nehmen jetzt auch die Einzelhändler Preiserhöhungen ins Visier. „Die Industrie hat Preiserhöhungen angekündigt und diese kommt jetzt zwangsläufig im Einzelhandel an“, sagt Wohlrabe.

Auch Apple muss laut einem Medienbericht wegen des weltweiten Chipmangels sein Produktionsziel für das neue iPhone 13 senken. Apple wollte bis Ende des Jahres 90 Millionen Geräte herstellen, muss sich nun aber mit 80 Millionen zufriedengeben, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Die Zulieferer Broadcom und Texas Instruments könnten nicht genügend Halbleiter liefern.

Analyst Dan Ives von der Investmentfirma Wedbush erklärte, die Nachfrage nach den neuen Modellen sei vor allem in China und in den USA groß. „Wenn die Nachfrage so hoch bleibt, dann fehlen Apple für die Weihnachtssaison fünf Millionen iPhones 13.“ Konzernchef Tim Cook hatte bei Vorlage der Quartalszahlen im Juli gewarnt, dass die Lieferprobleme weltweit sich im laufenden Quartal noch stärker auswirken würden.

 

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