16. Oktober 2021

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Mysteriöse Radiowellen aus dem Weltall: „Wir denken, wir sehen stellare Polarlichter“

Forschende fangen Radiosignale von eigentlich „uninteressanten“ Sternen ein. Doch ihre Schlussfolgerung könnte die Suche nach Exoplaneten revolutionieren.

Von Tanja Banner

Leiden – 1995 hat die Weltraumforschung den ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Seit dem ist einiges passiert. Nicht nur, dass die Forscher Michel Mayor und Didier Queloz 2019 den Physik-Nobelpreis für die Entdeckung des ersten Exoplaneten erhalten haben, es wurden seitdem auch zahlreiche weitere Planeten entdeckt, die Sterne außerhalb unseres Sonnensystems umkreisen. Stand Mitte Oktober 2021 sind 4847 Exoplaneten in 3583 Planetensystemen bekannt – Tendenz weiter steigend.

Auch in Zukunft dürfte die Zahl der bekannten Exoplaneten weiter ansteigen. Dafür sorgen nicht nur dezidierte Exoplaneten-Missionen wie das Nasa-Weltraumteleskop „TESS“ und das Esa-Weltraumteleskop „Cheops“, sondern möglicherweise auch die Entdeckung eines Forschungsteams um den Astronomen Joseph Callingham (Universität Leiden).

Neue Methode zur Suche von Exoplaneten entdeckt? Forschende messen Radiowellen
Die Forschenden haben mithilfe der Antennen des Low-Frequency Array (LOFAR) in den Niederlanden Radiowellen von mehreren roten Zwergsternen eingefangen. „Bei einigen dieser Sterne würde man nicht erwarten, dass man überhaupt Radiosignale empfangen kann“, erklärt Callingham auf Twitter. Diese Sterne seien „möglicherweise die uninteressantesten Sterne, die man sich vorstellen kann“, so der Forscher weiter.

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